Wenn du arbeitest, erhältst du für deine Leistung und Arbeitszeit ein Gehalt. Du gehst einer aktiven Arbeit nach. Passives Einkommen bedeutet, dass du Geld erhältst ohne dafür aktiv zu Arbeiten. Das klingt erst einmal verlockend, benötigt aber ein ausreichend hohes Startkapital. Zusätzlich unterscheidet man das sogenannte „Offline“-Einkommen, um das man sich nicht kümmern muss, und das „Online“-Einkommen, um das man sich trotzdem regelmäßig kümmern muss. Es ist also nicht vollständig passiv, jedoch auch nicht in einem Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Verhältnis, sondern in der Selbstständigkeit.
Insbesondere das rein passive (Offline) Einkommen benötigt eine langfristige Planung und viel Geduld. Je nach Sparziel kann bereits mit kleinen Beträgen gestartet werden. Ein Auskommen mit rein passiven Erträgen ist dann jedoch nicht gesichert. Das passive Einkommen beschäftigt sich zumeist mit Investitionen in Geldanlagen, Aktien, Fond, ETFs, etc. Hierzu kann jederzeit, auch mit kleinen Beträgen, gestartet werden. Möchte man sparen oder auf ein Sparziel hinarbeiten, bieten sich entsprechende Geldanlagen an. Diese gibt es je nach Risiko/ Sicherheit auch für unterschiedlich lange Zeiträume. Geld das hingegen in bar im Sparschwein oder auf dem Giro-Konto liegt, unterliegt der Inflation und bringt keine Zinsen, Dividenden, etc. ein. Es verliert an Wert. Daher ist es immer ratsam, Geld anzulegen. Das Geld macht aus sich selbst heraus Gewinne, ohne dass du dafür täglich arbeiten musst. Die Höhe der Gewinne hängt einerseits von deinem investierten Kapital, andererseits von deiner Risikobereitschaft ab. Hierbei sei gesagt, dass hohe Gewinne nur mit einer hohen Risikobereitschaft einhergehen. Im schlimmsten Fall kann man das gesamte Ersparte damit auch verlieren. Achte daher auch auf deine Schmerzgrenze bei deiner Risikobereitschaft.
Sparen und Investieren gilt als Vermögensaufbau. Einen Euro, den du ausgibst, ist weg. Einen Euro, den du anlegst, bringt Zinsen und damit neue Euros, wobei der erste Euro erhalten bleibt. Das Geld vermehrt. Wenn auch aktuell nur sehr schleppend. Entsprechende Sparmaßnahmen sind häufig als langfristige Anlage zu sehen, z. B. auch als Vorsorge für den Ruhestand.
Geldanlagen können wie ein Sparbuch gesehen werden. Klassische Sparbücher sind heute nicht mehr rentabel, da sie kaum noch Zinsen bringen. Das Geld ist auf dem Sparbuch geparkt, bringt aber mit der aktuellen Finanzlage bzw. der Inflation kein Geld ein. Das Geld kann also nicht für sich selbst arbeiten. Oftmals verliert es durch die Inflation sogar an Wert. Das Geld liegt ungenutzt und erzeugt dadurch Opportunitätskosten.
Um das persönliche Risiko von Geldanlagen zu minimieren, empfiehlt sich meist eine diversifizierte Anlagenstrategie. D.h. dass man das ganze Geld nicht auf ein Produkt setzt, sondern in verschiedene Portfolios investiert. Ist ein Produkt auf Talfahrt, können die Verluste durch andere gutlaufende Produkte ausgeglichen werden. Hierbei sollte man auch nicht in Panik geraten, wenn es mehrere Monate nicht gut läuft. Entsprechende Anlagen sind meist auf viele Jahre geplant und können über diese Zeit schwanken. Trotzdem ist es wichtig, dass du auch hier deine Finanzen zumindest monatlich im Blick behältst. Das wichtigste hierbei ist Geduld zu haben.
Oftmals lohnt es sich bereits früh zu investieren, auch mit kleinen Beträgen, da sich über die lange Laufzeit das gesparte Geld summiert. Zahlt man beispielsweise zum Berufsstart jeden Monat 50 € in ein Sparziel (z. B. ein Fond) ein und behält dies über 40 Jahre bei, so hat man nach diesen 40 Jahren 24.000 € plus Zinsen angespart.
Es gibt unterschiedliche Förderkredite mit und ohne Tilgungszuschuss oder staatlicher Bezuschussung. Hierzu kann dich ein Finanzberater über deine Möglichkeiten beraten.
Bei allen Geldanlagen gilt jedoch auch zu beachten, dass es eine gesetzliche Besteuerung von Kapitalerträgen gibt. Es gibt den sogenannten Sparer-Pauschbetrag. Bis zu diesem Betrag sind Kapitalerträge, also das Geld das dein Geld passiv erwirtschaftet, steuerfrei. Darüber hinaus müssen Kapitalertragssteuern gezahlt werden. Nutze bei Fragen hierzu eine professionelle Beratung.
Achte auf seriöse und lizensierte Finanzinstitute. Gerade online können auch Angebote aufkommen, die zu gut klingen. Halte Abstand davon, da es sich um Betrügereien handeln kann.
Eine weitere Möglichkeit der Geldanlage bieten Kryptowährung, wie z. B. Bitcoin oder Ethereum. Hierbei handelt es sich um rein digitale Währungen, die auf der Blockchain-Technologie basieren.
Auch Kunstwerke, Schmuck, Edelmetalle (Gold), Sammlerstücke, ein Eigenheim oder Luxusgegenstände wie ein Boot, teures Auto, etc. gehören zu den Vermögenswerten und können als Geldanlagen gesehen werden. Hierbei ist zu beachten, dass das Vermögen als Sachgegenstand vorliegt und der Inflation und Marktschwankungen unterworfen ist. Vermögenswerte wie ein Eigenheim oder Auto kann über Zeit an Wert verlieren.
Mieteinnahmen durch eine Investition in Immobilien gelten ebenfalls als passives Einkommen. Durch die Vermietung von Wohneigentum erhältst du entsprechende Einnahmen. Jedoch bist du auch in einer Sanierungs- und Pflegpflicht der Immobilie. Eine Immobilie bringt nicht nur Geld ein, sie kostet auch.
Das sogenannte „Online“-Einkommen ist eine Art des passiven Einkommens, das mit einer gewissen Startzeit verbunden ist. Hierunter fallen Online-Inhalte, wie Tutorials, Bücher, Videos, die man einmalig erstellt, dann aber duplizieren und verkaufen kann. Allerdings ist man auch für die Vermarktung zuständig. Es muss also immer wieder Zeit investiert werden.
Allgemein empfiehlt es sich neben dem Gehalt als Angestellter oder dem Einkommen als Selbstständiger frühzeitig auch eine Geldanlage aufzubauen. Hierin können Sparziele wie Eigenheim oder der private Aufbau der Rente enthalten sein. Heutzutage ist es leider notwendig früh an später zu denken, v.a. wenn z. B. eine Pflegebedürftigkeit neben Wohnung und allgemeinen Ausgaben berücksichtigt werden muss.
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