SELBSTMOTIVATION UND SELBSTDISZIPLIN – 9 – (SELBST)SABOTAGE 3

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Selbstmotivation und Selbstdisziplin – 9 – (Selbst)Sabotage 3

Selbstmotivation und Selbstdisziplin – 9 – (Selbst)Sabotage 3

10.05.2023

Das Leben besteht aus Veränderungen und auch aus Ablenkungen. Will man ein Ziel erreichen, so müssen Prioritäten für Aufgaben gesetzt werden, die zielführend sind. Wichtig ist auch dabei nicht wieder in alte Muster zu verfallen. Dabei sollte auch immer das Ziel im Auge behalten werden, man sich nicht in Einzeletappen verstricken und Aufgaben immer weiter untergliedern, bis zwar ein ganz detaillierter Plan entsteht, dieser aber vor lauter planen gar nicht begonnen wird abzuarbeiten. Immer mehr Ideen zu einem Thema zu sammeln, kann genauso ablenken. Denn neue Ideen bringen uns dem Ziel nicht näher. Es sollte auf eine realistische Planung geachtet werden. Eine falsche Einteilung von Aufgaben kann in Sackgassen führen. Die einzelnen Schritte sollten genau abgestimmt und auch zeitlich planbar und machbar sein. Die einzelnen Schritte müssen in der Abfolge zueinander passen. Das bedeutet aber auch, angemessen auf Veränderungen reagieren. Schlechte Gewohnheiten sollen geändert werden, daher muss man immer wieder darauf achten, wenn sich diese Gewohnheit wieder versucht einzustellen und dagegen angehen. Man sollte auch nicht aus Angst vor Neuem in alte Gewohnheiten zurück fallen. Veränderungen können also von innen ausgelöst werden, aber auch von außen eintreten .Das kann ein Umplanen erfordern. Der Plan muss den veränderten Bedingungen neu angepasst werden. Geschieht dies nicht, kann der Erfolg ausbleiben und die Motivation sinken.

Ablenkung kann auch immer wieder zur Sabotage eines Vorhabens führen. Ablenkungen kann durch andere Verpflichtungen von außen kommen oder aber auch von einem selbst, wenn man lieber etwas Angenehmeres tun will, als z.B. lernen, obwohl man weiß, dass es richtig wäre. Ablenkungen und Blockanden können einem im Wege stehen und zu Showstoppern des Vorhabens werden. Es ist wichtig solche Blockaden zu identifizieren und alle Aspekte, die einen beeinflussen zu bedenken, so dass das Ziel erreichbar bleibt.

Wir erkennen anhand dieser Beispiele also, dass man mancher Sabotage von außen ausgeliefert sein kann, aber vielmehr liegt es oft an der inneren Einstellung, die eine Selbstsabotage auslöst. Dazu gehört auch eine Auflehnung gegen äußere Sabotage und eine innere Einstellung zu entwickeln, mit der man sich immer wieder selbst motivieren und Erfolge erreiche kann. Ziele in kleine Etappen aufzuteilen und dabei die Teilerfolge zu spüren, hilft gegen die Selbstsabotage anzukämpfen. Ein Ziel zu erreichen liegt damit in der eigenen Verantwortung, ebenso den Kreislauf der Selbstsabotage zu durchbrechen. Lehnt man sich gegen Fremdsabotage auf, so kann der Gedanke „euch zeige ich es“ durchaus positive Effekte auslösen. Weiterhin sollte man sich auch selbst hinterfragen: was würde ich in einer solchen Situation meiner Familie, meinem Kind oder einem Freund raten? Würde man nicht motivieren wollen, ein „na klar, du schaffst das“ sagen? An dieser Stelle sollte man auch ehrlich zu sich selbst sein: was man anderen sagt, gilt auch für einen selbst.

 

Leider kann es trotzdem vorkommen, dass man auf der Stelle tritt, dass der Erfolg auf dem Weg zum Ziel ausbleibt. Das kann verschiedene Ursachen haben und ist kein Grund um aufzugeben. Vielmehr muss man nochmals reflektieren, was geschehen ist. Manche Fehler können sich unbemerkt einschleichen. Diese können schwer zu entdecken sein. Hier kann eine Meinung von außen helfen, jemanden mit dem man ein Problem durchdenken kann. Hat man den Fehler identifiziert, so kann man anschließend eine Strategie entwickeln, diesen abzustellen.

Ein sehr großer Tatendrang kann ebenfalls hinderlich sein, denn man will zu viel auf einmal. Man übernimmt sich mit der Fülle an Aufgaben und merkt dann nur schleichend die Überlastung. Nimm dir also Zeit für die einzelnen Aufgaben und erledige alles in einem angemessenen Tempo.

Wenn die Freude an der Arbeit fehlt, kann es sein, dass das Ziel falsch formuliert ist, eher von außen bestimmt, als von innen. Waren hier evtl. auch unbewusst andere Leute beteiligt, die dich in eine falsche Richtung drängen, die dir doch nicht liegt? Wie kam es zu der Entscheidung genau dieses Projekt angehen zu wollen? Überdenke nochmal den gesamten Prozess, auch gerne mit einer außenstehenden Person, die dich mit Fragen dazu unterstützen kann. Was willst du eigentlich? Höre auf dich selbst, denn es ist dein Leben. Man lebt nicht für andere, sondern für einen selbst, denn dann kann man auch glücklich sein.

Wenn man nicht vorwärtskommt, auf dem Weg sein Ziel zu erreichen, sich gefühlt im Kreis dreht, kostet das sowohl sehr viel Energie und man verliert die Motivation. Auch hier sollte man den eigenen Plan und das Vorgehen nochmal überdenken und aktualisieren. Man sollte sich v.a. intensiv die nächsten Schritte ansehen und überdenken, ob dieser Weg gerade der richtige ist. Evtl. müssen diese Schritte nochmal angepasst und überarbeitet werden. Hilfreich kann sein, hier einen neuen Überblick zu gewinnen. Dazu gehört dann auch die nächsten Teilschritte genau zu planen, keine zu großen Schritte machen zu wollen, sondern lieber erst einmal ein paar ganz kleine Schritte und im Rahmen des Möglichen zu bleiben. Folgen ein paar positive Mini-Schritte, so kann der gesamte Plan wieder ins Rollen kommen, die Motivation steigt wieder und alles läuft besser. Manchmal muss man den noch leichteren Weg suchen und finden. Der harte Weg kann zwar schneller sein, aber steinig und steil und damit in der aktuellen Situation zu schwer um ans Ziel zu kommen. Dann sollte man lieber den einfachen Weg wählen, der zwar länger dauert, aber einen damit auch ans Ziel bringen kann.

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