Aktiv an sich zu arbeiten, klingt erst mal sehr schwer, wenn gerade alles schon so schwer ist, wozu das auch noch? Noch mehr Aufgaben, noch mehr Pflichten?! So mag es sich erst mal anhören, aber langfristig wird sich eine solche Änderung positiv auswirken. Die Welt ist nun mal so, wie sie ist. Das können wir nicht ändern. Aber die eigene persönliche Einstellung dazu, das eigene Verhalten und die eigene Reaktionen auf Ereignisse bestimmen unser Leben. Und wir können jede Entscheidung aktiv treffen. Auch nichts zu tun und abzuwarten ist eine aktive Entscheidung. Fängst du jedoch an, aktiv Entscheidungen zu treffen, die sich positiv für dein Leben gestalten, so erhältst du auch die Kontrolle über dein Leben (soweit in den bestehenden Reglementierungen möglich). Nichts wird sich einfach so nach deinen Wünschen ändern, außer du tust bewusst etwas dafür. Dafür können äußere Gegebenheiten bewusst angegangen werden oder die eigene Einstellung dazu neu überdacht werden, wenn man etwas nicht ändern kann. Die eigene Einstellung zu ändern, geht meist nicht sofort. Wie viele andere Dinge braucht sie Zeit. Insbesondere während einer depressiven Phase. Diese kommt auch nicht sofort, sondern schleichend und man merkt es meist erst, wenn man mittendrin steckt. Genauso langsam geht aber auch die Umstellung zurück. Sie braucht Zeit. Das Mentaltraining hilft aber langfristig zurück in eine bessere Lebensqualität. Indem man die geistige Einstellung zu Dingen ändert, werden sie nicht ungeschehen. Die Vergangenheit ist nicht änderbar.
Auch Corona wird dadurch nicht verschwinden oder andere Reglementierungen, denen man unterliegt: das können Regeln der Eltern, Schule, Arbeitgeber, der sozialen Interaktionen oder Gesetze sein. Aber es kann das persönliche Leid etwas lindern und den Druck, der damit einhergeht. Im Homeschooling oder Homeoffice sollen Aufgaben erfüllt werden und das nun ganz anders als vor Ort, viel in Eigenregie, wenig Anleitung und Erklärung. Es gibt einen neuen Druck, eine neue Selbstverantwortung, der man damit unterliegt, sich nicht nur jeden Tag in die Schule oder Arbeit zu schleppen und dort die geforderten Aufgaben zu erfüllen, was man tut weil man schon mal da ist. Sondern man ist eigenverantwortlich, wann man beginnt, wann man aufhört und insbesondere um die gesamte Ablenkung, die doch so verlockend zu Hause ist, zu ignorieren. Man muss sich selbst ständig neu motivieren, die geforderten Aufgaben zu erfüllen, denn die Fremdkontrolle des Lehrers vor Ort, des Chefs oder von Kollegen entfällt.
Selbstmotivation und Selbstdisziplin sollen sich im Idealfall ergänzen um diesen Aufgaben gerecht zu werden, sie erfüllen zu können. Selbstmotivation ist ein Extrem, dass uns schnell antreiben kann, jedoch im Laufe der Zeit auch recht schnell abklingen kann. Das Extrem Selbstdisziplin kostet hingegen viel Kraft und Durchhaltevermögen. Auch diese kann meist nicht dauerhaft aufgebracht werden. Dadurch benötigt es immer beides, die sich zusammen ergänzen. Zusätzlich ist auch eine Fokussierung auf das Ziel notwendig, warum wir tun, was wir tun. Es bringt jedoch alles nichts, wenn man bei Vorsätzen bleibt, darüber liest, wie etwas funktioniert. All das führt nicht zum Erfolg, sondern man muss beginnen und auch dran bleiben.
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