SELBSTMOTIVATION UND SELBSTDISZIPLIN – 11 – ACHTSAMKEIT UND AUSGLEICH

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Selbstmotivation und Selbstdisziplin – 11 – Achtsamkeit und Ausgleich

Selbstmotivation und Selbstdisziplin – 11 – Achtsamkeit und Ausgleich

10.05.2023

Bei der Selbstmotivation und Selbstdisziplin spielt auch Achtsamkeit eine große Rolle. Achtsamkeit bedeutet sich vollständig im Hier und Jetzt zu befinden und sich auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Diese Konzentration oder Fokussierung hilft uns, wie bereits beschrieben, Dinge zielsicher zu erledigen. Genauso sollten wir die Achtsamkeit auch auf unsere Pausen legen und bewusst eine Auszeit genießen.

Wir leben in einer Leistungsgesellschaft, die immer mehr fordert und kaum Zeit zum Abschalten bietet. Dieser Leistungsdruck, das Arbeitsfähig-sein und Funktionieren-müssen sind neuartige Probleme der industrialisierten und digitalen Zeit. Man hat das Gefühl immer abrufbar sein zu müssen, gefühlt keine Freizeit mehr zu haben. Daher ist es umso wichtiger sich selbst einen Ausgleich zu schaffen, Auszeiten von der Leistungsfähigkeit zu nehmen und wieder Kraft zu tanken. Nur mit einem ausreichenden Ausgleich kann man auch Höchstleistungen erzielen. Wir benötigen bewusst Pausen um auch mal runter zu kommen. Die Leistungsgesellschaft fordert höchste Ansprüche, Geschwindigkeit. Davon muss man auch immer wieder runter kommen, sonst brennt man aus. Sich Auszeiten oder einen Ausgleich zu können, hat nichts damit zu tun faul zu sein. Solche Vorwürfe, ob von anderen oder durch sich selbst, setzten nur unter Druck aber helfen nicht. Und sie sind völlig haltlos. Denn Pausen sind wichtig im Leben. Wir sind keine Roboter und selbst Roboter benötigen Pausen zur Wartung oder zum Aufladen von Akkus, etc.

Durch z. B. Meditation oder andere Achtsamkeitsübungen kann der Stresspegel gesenkt werden. Diese Übungen können nur wenige Minuten dauern und lassen sich dadurch auch öfter am Tag integrieren. Auch z.B. in kleinen Arbeitspausen um sich auf eine neue Aufgabe auszurichten. Bei allen diesen Übungen handelt es sich um Mindfulness-Based-Stress-Reduction. Ist der Stresslevel sehr hoch und man fühlt sich praktisch unter Dauerstrom und hat Probleme überhaupt abschalten zu können und gedanklich los zu lassen, kann es bis zu mehreren Wochen dauern, bis solche Übungen anschlagen und Pausen und Ausgleich wirklich zu einer Erholung dient. Merkt man, dass ein Abschalten überhaupt nicht mehr möglich ist, ist es umso wichtiger damit zu beginnen und durch zu halten. Auch hier kommen dann wieder die Selbstdisziplin und die Selbstmotivation ins Spiel. Gerade das Durchhalten ist notwendig und nicht wieder alles aufgeben, weil es nach wenigen Tagen eh nichts nutzt und nur Zeitverschwendung ist. Jeder hat eine Selbstfürsorge. Wendet man entsprechende Übungen täglich über mehrere Wochen an, verbessert sich schrittweise die Selbstwahrnehmung, das Mitgefühl (auch für sich selbst) und das Empfinden und Verarbeiten von Stress und Angst. Man wird insgesamt ruhiger. Jeder hat also Methoden an der Hand die man ausprobieren und erlernen muss, die jedoch geeignete Mittel sind gegen Anspannung, innere Unruhe, subtile Ängste und Nervosität. All das sind auch Begleiterscheinungen von Ungeduld. Auch ein negatives Symptom unserer Leistungsgesellschaft. Man will immer alles direkt.

Durch Achtsamkeitsübungen kann man sich selbst aus dem Gedankenkarussell befreien und auf das Hier und Jetzt fokussieren. Dabei gibt es kein richtig und falsch. Achtsamkeitsübungen zielen darauf ab, Gedanken loszulassen. Kommen Gedankenkreise zurück, legt man sie bewusst neu ab. Die Gedanken werden nur wahrgenommen, aber nicht bewertet. Dann konzentriert man sich wieder auf das Hier und Jetzt. Bei allen Achtsamkeitsübungen sollte die Hürde zu Beginn niedrig gehalten werden und mit kleinen leichten Übungen gestartet werden.

Achtsamkeit ist eine Eigenschaft, die uns immer wieder für verschiedene Aufgaben begegnen wird. Sie ermöglicht uns Dinge einfacher anzugehen und im Moment zu leben. Klar darf man auch mal Träumen, jedoch erledigen Träume nicht notwendige Aufgaben. Auch hier gilt es eine gesunde Mischung zu haben. Auch Störfaktoren zu beseitigen, kann helfen, achtsamer zu sein.

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