LERNEN LERNEN – 5 – LERNTECHNIKEN 3

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Lernen lernen – 5 – Lerntechniken 3

Lernen lernen – 5 – Lerntechniken 3

03.07.2022

Manchmal kann ein Lehrbuch sehr umständlich, trocken oder verwirrend geschrieben sein. Was dem einen besonders gut liegt, liegt dem anderen nicht. Da ist der Inhalt für denjenigen einfach nicht gut aufbereitet. Statt sich also immer wieder durch das gleiche Lernmaterial zu quälen, kann es hilfreich sein zu Zusatzmaterial zu greifen. Das kann ein anderes Lehrbuch über das gleiche Thema sein, denn jeder Autor hat seinen persönlichen Schreibstil. Oder aber man greift zu kurzen Lehrvideos, die das Thema mit Bildern und Abfolgen verständlich machen. Z.B. in Geschichte oder Naturwissenschaften kann eine anschauliche Abfolge, das Nachspielen einer historischen Schlacht, das Fliegen zu exotischen Orten mit Flora und Fauna gleich viel ansprechender und interessanter sein als ein langweiliger Sachtext. Auch das Aufbereiten solcher Themen in Lerngruppen kann hilfreich sein, dass die Inhalte in Diskussionen lebendig werden dürfen und man sich darüber hinaus noch gegenseitig motivieren kann. Auch hier gilt es zu schauen, welchen Einfluss der Lerninhalt auf das persönliche Hier und Jetzt hat, so dass man eine gedankliche Verknüpfung herstellen kann. Weitere Zusatzmaterialien können auch Lern-Apps, Lernprogramme, Podcasts, etc. sein. Hier bieten Suchmaschinen gerade online sehr viele Möglichkeiten. Wichtig bei einer Suche ist nicht vom Thema abzukommen und sich ablenken zu lassen. Nützlich kann es sein, sich für eine Suche auch einen Wecker zu stellen, z. B. 5 min Suchzeit. Danach werden die gefundenen Ergebnisse gesichtet und nach Brauchbarkeit bewertet.

 

Der Einfluss der Digitalisierung (Stichwort Industrie 4.0) ist heute überall spürbar, gerade in der Rolle des zur Verfügung stehenden Informationsmaterial. Das kann einen förmlich überschwemmen. Jedoch ist etwas online zu lesen oder ein Video zu schauen nicht gleich bedeutend mit Lernen. Das sogenannte E-Learning ist ein sehr individuelles Lernen. Es muss die Bereitschaft da sein, digitale Medien als Hilfsmittel anzunehmen und auch die bisherigen Lernmethoden dahingehend umzustellen oder anzupassen. Informationen werden in völlig neuer Weise auf verschiedenen Medien angeboten, anders zum klassischen Papier und Lehrbücher. Arbeitsabläufe müssen sich ändern und umstellen. Das Angebot an elektronischen Medien wie z. B. PDFs, Videos, E-Books, Podcasts etc. ist enorm, ebenso die Möglichkeiten von Online-Veranstaltungen wie Video-Konferenzen oder Online-Schulungen, wo Menschen digital aber nicht mehr persönlich in Kontakt treten. Dies alles sind neue Arten der Interaktion und Kommunikation. Es treten neue Formen der digitalen Vernetzungen ein und auch ein digitaler Austausch z.B. in Fachforen ist heute alltäglich, den es früher beispielsweise nur auf Fachveranstaltungen gab oder noch eine Korrespondenz per Brief.

 

Beim digitalen Lernen muss sich auch unser Lernverhalten etwas anpassen. Es ist immer noch sinnvoll Notizen mit Stift und Papier zu machen, da man damit teilweise schneller ist, insbesondere wenn man zusätzlich eine Skizze anfertigen will. Zum anderen nimmt das Gehirn die Notizen anders auf. Der haptische Reiz fördert das Merken. Demnach benötigen wir neben den digitalen Medien, die das Wissen bereitstellen noch analoge Vorgänge zum Lernen und dem Festigen des Wissens. Diese beinhalten: denken, sprechen, verstehen, reden, schreiben, zeichnen, lehren. Ein reines Online-Lernen funktioniert selten optimal. Auch offline anderen Aktivitäten nachgehen, wie spielen, reden und kreativ sein, also soziale und künstlerische Methoden zu nutzen, hilft uns als Ausgleich und festigt das digital gelernte Wissen. Den ganzen Tag nur online zu sein, sei es zum Lernen, zum Chatten, zum Spielen, etc. schränkt die digitale Lernkapazität ein. Die Virtual Reality sollte nur einen Teil unseres Lebens ausmachen.

 

Das Recherchieren in digitalen Medien lässt oft schnell weiterspringen, ohne dass wir Informationen wirklich aufnehmen. Lesen oder Hören passiert oft passiv, insbesondere, da nebenbei auch andere Aktivitäten möglich sein. Das passive Recherchieren reicht jedoch nicht aus, um die Informationen langfristig zu behalten. Daher sollte man sich auch bei digitalen Recherchen immer aktiv mit den Inhalten beschäftigen und z. B. Notizen anfertigen.

 

 

 

Quellen

Freudenthal, Tom. Digitales Lernen?: Wie du mit der richtigen Lernstrategie neues Wissen aufbaust schneller, hochmotiviert und nachhaltig (German Edition). Remote Verlag. Kindle-Version.

Herget, Annabel. Grundschultricks – Spielerisch lernen mit deinem Kind: Spannende Ideen und Anleitungen für den Alltag (Inkl. 20 Lernspiele für Mathe & Deutsch + 60 Tricks, ... für die Grundschule) (German Edition). Kindle-Version.

Janson, Simone. eLearning - Virtuell Eigenständig Lernen: Digitales Gedächtnistraining, Erinnerungsvermögen schulen, Selbstmotivation & Ziele erreichen, Anti-Stress-Konzept Online-Weiterbildung (German Edition). Kindle-Version.

Meißner, Jessica. Lernen zu lernen: Erfolgreich durch die Schule, das Studium und das Leben mit Tricks vom Klassenstreber (German Edition). Kindle-Version.

Pantero, Paul. Motivation für Schule und Studium (German Edition). Kindle-Version.

Brandt, Matthias. ERFOLG IN DER SCHULE - Bestnote auf Knopfdruck: Wie Du mit Hilfe effektiver Lerntechniken & klugem Zeitmanagement Deine Konzentration steigerst und Schritt ... zum Einserschüler wirst (German Edition). Kindle-Version.

Fiorentini, Alessandro. Lerntechniken: Wie man fortgeschrittene Lernstrategien einsetzt, um schneller zu lernen, sich mehr zu erinnern und produktiver zu sein (German Edition). Kindle-Version.


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