KÖRPERSPRACHE – 7 – KOMMUNIKATIONSTYPEN

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Körpersprache – 7 – Kommunikationstypen

Körpersprache – 7 – Kommunikationstypen

26.06.2022

Allgemein kann man fünf Kommunikationstypen unterscheiden, die sich ganz deutlich durch ihre Körpersprache voneinander abheben:

Die Hitzköpfe stehen ständig unter Spannung und Stress, den sie auch nach außen ausstrahlen. Sie sind oft angespannt, temperamentvoll und in ihrer Kommunikation heftig gestikulierend mit schnellen Bewegungen. Im Umgang mit ihnen sollte man selbstbewusst auftreten, höflich und offen bleiben und keinerlei Angriffsfläche bieten. Auf keinen Fall sollte man unterwürfig auftreten, denn dann hat der Hitzkopf schon fast gewonnen mit seiner Art.


Dominante Personen treten oft aufrecht und stolz auf. An der weiteren Ausstrahlung kann man oft ablesen, ob sie eher egoistisch/ arrogant eingestellt sind und den eigenen Vorteil suchen oder doch freundlich und aufgeschlossen. Ein freundliches Lächeln und Verständnis im Gespräch zeigt, dass die Person von sich selbst und ihren Qualitäten zwar überzeugt, aber dabei nicht abgehoben oder eigennützig ist. Weitere Eigenschaften sind eine gewisse Zielstrebigkeit, ein deutlicher Blickkontakt und eine fokussierte Herangehensweise an Probleme. Dadurch werden diese Personen als authentisch wahrgenommen. Im Kontakt sollte man einen respektvollen Umgang auf beiden Seiten an den Tag legen. Gespräche sind hier auf gleicher Ebene möglich.


Extrovertierte Personen sind häufig kontaktfreudig und möchten auch in Gruppen ständig im Mittelpunkt stehen. Sie haben einen Drang zum Reden wobei ihre Körperhaltung offen ist, teilweise von ausladenden Gesten begleitet, die die Blicke auf sich ziehen. Oftmals gibt es auch kleine freundschaftliche Körperkontakte, wie das Anfassen an der Schulter oder Oberarm. Sie sind in Gruppen oft beliebt. Im Umgang sind sie allgemein nicht egoistisch oder unfreundlich, suchen jedoch häufig Bestätigung und Aufmerksamkeit. Wird sie ihnen verwehrt, können sie auch mal zickig reagieren oder wenden sich häufig ab und suchen sich andere Zuhörer, die ihnen die gesuchte Aufmerksamkeit schenken.


Introvertiertes Verhalten wird häufig mit Schüchternheit verwechselt. Introvertierte Personen können oft selbstbewusst sein, jedoch haben sie nicht das Bedürfnis sich ständig in den Vordergrund zu drängen und mitzuteilen. Sie möchten nicht im Mittelpunkt einer Gruppe stehen, sondern sind oft Einzelkämpfer. Sie sind klar in ihrem Ausdruck, agieren aber häufig mit wenigen Gesten. Im Umgang mit ihnen sollte man freundlich agieren und ihnen Platz für den eigenen Freiraum lassen.


Schüchterne oder ängstliche Personen scheuen oft die Konfrontation und gehen der Kommunikation daher gerne aus dem Weg, weil sich daraus eine Diskussion ergeben könnte. Beobachtet man solche Personen genau, kann man feststellen, dass sie mehr über Gesten und Mimik kommunizieren und auch damit ihr Unwohlsein zum Ausdruck bringen: z.B. durch ein hilfloses Lächeln, das sagt, dass sie am liebsten an einem anderen Ort wären. Gesten fallen oft klein aus, nehmen kaum oder keinen Raum ein. Solche Personen halten in Gesprächen nur wenig bis keinen Augenkontakt. Teilweise wird eine Schutzbarriere aus vor der Brust verschränkten Armen errichtet. Insbesondere die letzten beiden Punkte, können eine solche Person unhöflich wirken lassen. Dies muss nicht zutreffen, wobei für eine schüchterne oder ängstliche Person unbewusst das gleiche Ziel erreicht werden kann: wenig bis keinen Kommunikationskontakt. Im Umgang mit ihnen sollte man behutsam vorgehen, eher Vorschläge zur eigenen Entscheidung machen, statt sie mit Vorgaben zu überrollen.


Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt es auch in der Körpersprache. Im Freundeskreis agieren Frauen z. B. oft durch viele kleine Berührungen, die das Wohlwollen oder Sorge ausdrücken. Männer zeigen hingegen weniger oft Berührungen, meist nur zur Begrüßung und zum Abschied. Männer nehmen oft unbewusst mehr Raum ein. Das ist keine böse Absicht. Selbst beim Sitzen überschlagen Frauen oft die Beine oder knicken sie unter den Stuhl ein, während Männer oft breitbeinig mit leicht ausgestreckten Beinen sitzen. Im Gespräch ist bei Frauen das Gesicht oft deutlich aktiver und sie lächeln häufiger. Zusätzlich nehmen sie oft mehr nonverbale Details wahr als Männer.




Quellen

Sewell, Konrad. Körpersprache: Erfolgreich Menschen lesen durch Körperhaltung und nonverbale Kommunikation. Manipulationstechniken durch Rhetorik, Ausstrahlung und Psychologie ... und selbstbewusst anwenden (German Edition). Kindle-Version (2019), ISBN 9781096164500

Kuhn, Tilo . Los geht´s, unaufhaltbar: Körpersprache lesen und verstehen lernen (German Edition). Kindle-Version (2020)

Krone, Max. Die Macht der Körpersprache: Lügen erkennen und lesen lernen-Menschen entschlüsseln und durchschauen-Körpersprache im Alltag und im Beruf einfach nutzen-Körpersprache ... verstehen und einsetzen (German Edition). Kindle-Version (2018)

Kiefel, Alexander. Körpersprache: Ich sehe was du denkst! Wie DU Menschen lesen kannst, als wären sie ein offenes Buch. (Körpersprache, Menschen lesen, Nonverbale Kommunikation) (German Edition). Kindle-Version (2018)

Kühn, Isabella. Körpersprache: Was das äußere über uns sagt (German Edition). Kindle-Version (2018)

Grundig, Marie . KÖRPERSPRACHE: Menschen lesen und durch nonverbalen Kommunikation für sich gewinnen (German Edition). Kindle-Version (2020)


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