Borderline-wir sind...
 

[Gelöst] Borderline-wir sind nicht krank oder Alleine!  

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Nehanna
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Schlage die Augen auf, die schwarzen langen Wimpern gehen hoch, meine dunkken Pupillen ziehen sich zusammen. und ich begrüsse unter und voller Erwartungen  den Tag, reckele und strecke mich der warmen Sonne entgegen. Die durch meine weissen Vorhänge auf mich scheint.

ich sage mir selber posetiv "Heute ist ein wunderschöner, neuer Tag, der es verdient hat effektiv genutzt zu werden, ich will das Beste aus diesen 24 Stunden raus holen" , diese kraftvollen Wörter ausgesprochen, formen sich meine rosa Lippen Formen zu einem Lächeln. Und voller Elan und Tatandrag springe ich in diesen herrlichen, neuen Tag.

Mein hochjaulzendes Hoch lässt mein inneres ich sich  grandios, glücklich nahezu unbesiegbar fühlen. Endorphine strömen durch meine Venen in meine Fingerspitzen und ich bin glücklich und voller Tatenfreude. Falte die Hand zu einer starken Faust und bin nur noch erpicht darauf los zu legen. Als würde die Energie nur so aus mir herausströmen.

Der Wind hat sich gedreht, die Sonne wird durch eine dunkle Wolke verdeckt und meine Laune ist (ohne ersichtlichen Grund) auch dabei abzunehmen -sei es weil ich einen Dämpfer erhalten habe, in Form eines Hindernisses- oder einfach so ohne erkennbare Ursache.

Die Achterbahn fährt vom
sonnenstrahlenden Hoch. Wo ich mich schwerelis, kraftvoll vorkam. Eine  toller Panoramaaussicht hatte und alles ü erblicken konnte, rasant  ins dunkle, niedrige Tief

Meine Nervenfäden werden immer dünner, ich  empfindlicher jeder Reiz als intensiver,  jeder Atmenzug ist anstrengender jedes Geräusch lauter. Jeder Duft stärker. Ich fühle mich genervt und über fordert. "Der Tag ist scheisse", fliegt der negetaive Gedanke durch meinen Kopf durch und bringt seine Verwandten  Verzweiflung, Selbsthass und  Depression mit . Ein Gefühl des Versagens naggt an mir und ich
verspüre eine unsagbare Wut auf mich selber.

Die Reizüberflutung  kitzelt alle Synapsen auf ein Mal in mir und ich fühle mich überfordert und will am liebsten Weglaufen überlege wie ich den Schmerz betäuben kann Ritzen, Alkohol, Drogen? Irgendwas, was mich ablenkt zumindest für den Moment. Dann stehen alle Menschen mit einem Mal im Weg. Stören mich , jeder Laut ist nervtötend, jedes Licht zu grell, als wäre die ganze Welt auf ein Mal gegen mich.

Dir Regentropfen prasseln ans kalte Fenster und laufen dann herunter in einer hauchdünnen, kaum sichtbaren Linie. Und meine salzigen, warmen Trännen, tuen dies ebenfalls , bis sie am spitzen Kinn abtropfen. Schniffend ziehe ich meine Rotze und Frust in mich ein. Tippe mit den langen Fingern verzweifelt am Handy.

Suche Kontakt, jemanden, den ich erzählen kann wie es mir geht aber keine Bekannten oder Freude, eher Fremde, anonym, die mich am besten nicht kennen und somit auch nicht verurteilen können. Aber wieso sollten sich Fremde meine Problem anhören?! Unfähig mich selber zu verstehen, packe ich das Handy beiseite.

Abends dann mit getrockneten Tränen, wo nur noch die leichten Spuren dieser zu sehen sind und mit verqollenden Augen, schalte das warme Licht aus und sage mir selber "Naja morgen wird mein Tag"  und die schwarzen Wimpern gehen runter und verschliessen meine Augen vor dieser Welt aber vor allem vor mir selber.

= Mein Gefühlsleben , jeden Tag.
Ich leide unter Borderline. Lange habe ich mich gefragt was mit mir nicht stimmt. Ich durchlebte jeden Tag sämtliche Gefühle intensiv. Es ist so, als  würden immer zwei entgegengesetzte Kräfte an mir zerren

-Die Suche nach Kontakt und das Wegstossen von jedem, der mir zu nah kommt. Das Gefühl der verzweifelten Einsamkeit und der Drang ja mit niemanden reden zu wollen.- .z.B dieser Kampf mit mir selber und das Wechselbad dieser warm-kalt Gefühle ist kräftezerrend.

Ich schaue in den Spiegel und weiss nicht was ich sehe, ich kenne nicht meine Ziele. Vorlieben, Abneigungen ich kenne mich selber nicht. Aber ich weiss, dass ich nicht alleine bin! Ich habe über Borderline viel rechachiert und verstehe ich mich selber nun besser und ich bin mir sicher mit der richtigen -professionellen- Hilfe kann ich herausfinden, wer ich bin ! Ich bin nicht bereit meine jetzige Hilflosigkeit, das Treiben im Nichts zu akzeptieren!

Wir sind nicht alleine! Wir sind nicht krank! Wir sind keine Freaks! Wir erleben die Empfindungen intensiver aber wit können lernen diese wunderbare Gabe für uns zu nutzen , für etwas gutes zu nutzen

Zitat
Veröffentlicht : 15/01/2019 4:04 pm
Ikirio zugestimmt
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