Gebrochenes Herz

Liebeskummer – Es schmerzt, man weiß nicht wie es weiter gehen soll und alles ergibt keinen Sinn mehr. Doch warum muss das so ein? Das wohl schlimmste Gefühl, dass man sich vorstellen kann: Liebeskummer. Kaum ein anderes Gefühl lässt uns derart im Regen stehen. Irre Gedanken rasen durch den Kopf, nichts ergibt Sinn, ein Durchleben aller Gefühle gleichzeitig, man möchte nur noch weg und weinen. Jeder, der diesen Zustand schon einmal durchgemacht hat, der weiß wie sehr Liebeskummer schmerzt. Auch Philosophen beschäftigen sich seit Jahrtausenden mit dem Schmerz der Liebe, doch eines ist gewiss: Der Schmerz vergeht wieder!

Dieser Ausnahmezustand lässt sich psychologisch betrachtet in verschiedene Phasen einteilen. In der ersten Phase kann die Verlassene Person nicht wahrhaben, dass die Beziehung ein Ende gefunden hat. Das ist der Zeitraum ständiger Anrufe oder Textnachrichten mit dem verzweifelten Versuch den ehemaligen Partner zurückzuerobern. Die Folge ist meist absolute Verzweiflung, vor allem, wenn das Ende unvorhergesehen kam. Leider lässt sich diese Phase nicht durch ein Wundermittel bekämpfen, doch es hilft zu begreifen weshalb es derart schmerzt.

Ein solches Verhalten ist allzu menschlich, denn dahinter stecken Urinstinkte, die wir nicht unter Kontrolle haben. Beendet der Partner die Beziehung, so war damit in der menschlichen Entstehungsgeschichte oft die eigene Existenz bedroht, denn gemeinsam war es leichter zu überleben. Dies ist übrigens auch der Grund, weshalb Frauen Liebeskummer oft intensiver empfinden als Männer, diese mussten Frau und Kinder beschützen und versorgen.


Ist die erste Phase überstanden und das Ende der Beziehung lässt sich nicht mehr anfechten, so stoppt der Körper die Produktion von Dopamin, das für Motivation und Antrieb im Körper zuständig ist. Dabei fällt der Dopaminspiegel so drastisch ab, dass der Verlassene sich in einem Tief wiederfindet. Die Phase ist geprägt von dem „Warum“ und die Betroffenen verkriechen sich oft lieber, als darüber zu sprechen. Auch in dieser Phase gibt es immer wieder Stimmungsschwankungen, meist beendet man sie jedoch Wut.

Die Länge der genannten Phasen kann sehr unterschiedlich ausfallen, der eine bestreitet Sie alle in einem Tag, während ein anderer sich einen ganzen Monat damit rumschlagen muss.

Anschließend fällt es wieder leichter in die Zukunft zu blicken, Alltag kehrt ein und man findet sich mit der Situation ab. Bis dahin kann es allerdings ein beschwerlicher Weg sein, doch es gehört zum Leben dazu und nicht nur zu uns Menschen. Forscher hat es interessiert, ob auch Tiere ein ähnliches Verhalten aufweisen und das war tatsächlich der Fall. Für den Versuch trennte man Weibchen und Männchen und setzte sie außerhalb der Sichtweite des anderen in ein neues Gehege. Das Resultat: Auch Tiere, die als Paar zusammen leben, verhalten sich nach einer Trennung ähnlich und verfallen nach kurzer Zeit in absolute Antriebslosigkeit.